Die beim Scannen eingesetzten Korrekturverfahren dienen der Qualitätssteigerung des Scans. Wie bereits erwähnt erhöht sich die Scanzeit, je mehr Korrekturverfahren verwendet werden.
Man muß also zwischen Scan- Qualität und Zeit abwägen. Meine persönliche Meinung ist: Bei normal und gut belichteten Dias reicht das Korrekturverfahren ICE (Staub- Schmutzentfernung) völlig aus. Alle anderen Korrekturen können auch mit einem Bildbearbeitungsprogramm durchgeführt werden.
Oft werden im Internet und im Nikon Handbuch Begriffe und Abkürzungen von Korrekturverfahren erwähnt Meist findet man dazu aber keine Erklärung was die einzelnen Verfahren bedeuten und wofür sie gut sind.
Hier eine Übsicht der Verfahren:
ICE ROC GEM DEE und Co
Die hier erwähnten Technologien beziehen sich auf die Software Nikon Scan. Sie können jedoch bei anderen Herstellern ähnlich sein.
Digital ICE4 Advanced Korrigiert Bildfehler, die durch Staub und Kratzer auf dem Film oder Dia verursacht werden. Dieses Verfahren sollte immer eingeschaltet sein. Es arbeitet wirklich sehr zuverlässig. Durch eine Infrarot Abtastung vor dem eigentlichen Scan werden zuverlässig alle nicht zum Bild gehörigen Störungen beseitigt.
Digital ROC Dieses Verfahren eignet sich bei alten und verblassten Vorlagen. Das Bild wird digital bearbeitet, um die in der Originalvorlage verblassten Farben zu restaurieren. Der Regler für Digital ROC umfasst die Stufen 0-10. Die Digital ROC-Funktionalität zielt auf die farbgetreue Wiedergabe des (nicht verblassten) Originalfotos ab.
Digital GEM Dieses Verfahren dient der Beseitigung des Filmkorns. Wenn Sie also sehr grobkörnige Filmvorlagen haben, ist eine Aktivierung dieses Verfahrens überlegenswert. Das Bild wird digital bearbeitet, um Störungen zu entfernen, die durch das Filmkorn verursacht werden. Der Regler für Digital GEM umfasst die Stufen 0-4. Digital GEM gleicht Körnungsmuster auf dem Film aus.
Digital DEE Verbessert bei unterbelichteten Bildern und bei Aufnahmen mit Gegenlicht die Detailzeichnung. Diese Funktion dient zur Helligkeitsverwaltung. Mit dem Regler für die Schatteneinstellung können Sie die Helligkeit für im Schatten liegende Bereiche einstellen. Über die Schaltfläche "Mehr" erhalten Sie Zugriff auf den Regler für die Spitzlichtereinstellung, mit dem Sie die Helligkeit der hellen Bildbereiche festlegen können. Die Skala der beiden Regler reicht von 1 bis 100. Mit dem Regler für den Schwellenwert können Sie den Unterschied zwischen den Tonwerten in den dunklen und hellen Bereichen eines Bildes in einem Wertebereich von 0 bis 255 abstimmen.
Scan Image Enhancer
Mit dieser Funktion wird die Farbtiefe automatisch angepasst und Sie erhalten kontrastreiche Bilder. Während des Scannens werden Tonwertverteilung und Farbsättigung automatisch so angepasst, dass der Scan einen optimalem Kontrast zeigt. Scans mit aktivierter Scan-Optimierung beanspruchen etwas mehr Zeit