Dias Scannen mit dem Nikon Coolscan 5000 ED

Um es vorweg zu nehmen:
Dias scannen mit dem Nikon Coolscan 5000 in Verbindung mit dem automatischen Diaeinzug SF-210 macht einfach Spaß.
Das Gerät arbeitet höchst zuverlässig. Man kann bis zu 50 Dias auf einmal laden.
Dann startet man den Scanvorgang und kann in der nächsten Stunde, einkaufen gehen, im Garten arbeiten, fernsehen oder andere Arbeiten am PC machen.


Scantipps für den Nikon Coolscan 5000 ED

Alle Angaben hier beziehen sich auf den Nikon Scanner 5000 ED mit angeschlossenem Feeder SF-210.

Nach dem Auspacken des Scanners wird dieser nicht wie üblich hochkant hingestellt, sondern flach hingelegt.
Wichtig ist, dass die Lüftungslöcher oben sind.
Der Einschaltknopf ist also vorne rechts unten.
Der vorhandene Diaeinschub MA-21 wird aus dem Scanner gezogen.

Der Feeder SF-210 wird ausgepackt und alle Klebestreifen entfernt.
Nun diesen Feeder in das Einschubloch des Scanners schieben. Fest andrücken damit die hinteren Kontakte gut sitzen.

Bevor Sie den Scanner und den PC einschalten sollten das Netzkabel und das USB Kabel mit dem PC verbunden sein.
Die mitgelieferte Scansoftware Nikon Scan 4 sollte vor dem Einschalten des Scanners installiert werden.


Nikon Coolscan 5000 mit angeschlossenem Diafeeder SF-210  Geöffneter Feeder mit eingelegten Dias. 

Einlegen des Dias

Die Dias sollten immer im Querformat in den Feeder SF-210 eingelegt werden. Hochformat Fotos sollten also quer gelegt werden.
Man kann Sie später mit diversen Software Tools drehen.
Die Andruckplatte muss zum Einlegen der Dias ganz nacht rechts geschoben und arretiert werden.

Tipp:
Am besten ist es, wenn die Dias so einglegt werden das das Motiv nicht auf dem Kopf steht.
Im Diaprojektor stehen die Dias ja normalerweise auf dem Kopf. Man sollte die Dias also aus dem Magazin nehmen und um 180 Grad drehen.
In diesem Fall müssen Sie die Dias später nicht mehr von Hand drehen.

Die beliebten Hama DSR Diarahmen sollte man so einlegen, dass die offne Filmseite zur Andruckplatte schaut.
Grundsätzlich gilt zu beachten:
Die glänzende Seite des Films sollte immer zum Einzugschacht des Feeders zeigen.

Am Feeder SF-210 befindet sich eine Einstellschraube mit der man die Dicker der Diarahmen einstellen kann.
Somit wird ein Doppeleinzug vermieden.


Mit der Rändelschraube rechts am Feeder kann die Dicke der Einzugsöffnung den Diarahmen angepasst werden.  
Verstellen Sie die Einstellschraube so das genau ein Diarahmen durchpasst. Am besten man stell die Öffnung auf das 1,5 fache der Diarahmenstärke ein. 

Bei Diarahmen die dicker als 2mm sind kann es Probleme mit dem Einzug geben.
Abhilfe sorgt hier eine mitgelieferte dickere Mitnehmerplatte die problemlos eingebaut werden kann.


Diarahmen dicker als 2mm

Beenden Sie die Scanner Software Nikon Scan4.
Im Programmordner in dem die Nikon Software installiert wurde (C:\Programme\Nikon\NKScan4) finden Sie die Datei "FDUtility.exe".
Doppelklicken Sie das Programm. Es öffnet sich ein Fenster. 
Im Feeder schieben Sie die Andruckplatte ganz nach rechts und arretieren diese.
Mit einem Mausklick auf das rechte Doppelpfeilsymbol >> wird die Mitnehmerplatte in die richtige Position gebracht. Mit der einfachen Pfeiltaste können Sie den Schlitten in kleinen Schritten bewegen. Stellen Sie die Platte so wie auf dem Foto rechts. 
Nun kann man die Erweiterungs Mitnehmerplatte mit den beiden Stiften auf die vorhandene Platte drücken.  
Drücken Sie die Platte vorsichtig auf die vorhandene Platte. 
Mit einem Klick auf "OK" im FDUtility Programm wird die Platte wieder in die Ausgangsposition gebracht.
Der Feeder ist nun bereit für die Aufnahme von dickeren Diarahmen. 
 

Software DiaScan 4

Mit der Software DiaScan 4 können alle erforderlichen Einstellungen für einen erfolgreichen Scan vorgenommen werden.

Nachdem das Programm gestartet wurde klicken Sie in das Palettenfenster.
Im Palettenfenster können eine Vielzahl an Bearbeitungs- und Optimierungs- Einstellungen vorgenommen werden.
Ich empfehle jedoch nur die wenigstens Einstellungen hier vorzunehmen.
Erstens beeinflusst dies die Scangeschwindigkeit und zweitens können die meisten dieser Einstellungen auch nachträglich in einer Bildbearbeitungssoftware vorgenommen werden.

Die wichtigsten Einstellungen wie folgt:


Am einfachsten ist es die Einstellung "Exakter Ausschnitt" zu wählen. Damit wird das Dia in Originalgrösse gescannt.
Als Aufflösung ist die Zahl von 2000 dpi ein guter Mittelwert. Dies ist völlig ausreichend um die Bilder im Web zu präsentieren oder auf dem Fernseher anzuschauen. Auch ein Ausdruck geht mit diesem Wert gut.
Für hochwertige Archivaufnahmen empfiehlt es sich die volle Auflösung von 4000 dpi zu wählen. 
Das Gleiche gilt für den Wert der Farbtiefe.
Hier reicht normalerweise eine Farbtiefe von 8 bit völlig aus.
Bei Archivfotos empfiehlt sich der höchste Wert von 16 bit.
Bitte beachten Sie, dass manche Bildbearbeitungsprogramme keine 16 bit Fotos bearbeiten können! 
Die ICE Einstellung dient der Staub- und Kratzer- Korrektur.
Hier ist der Wert "Ein (Normal)" empfehlenswert. Eine höhere Einstellung kann die Fotos "weiche" und "matschig" machen. 

Scanvorgang mit dem Feeder SF-210

Der Scan mit dem angeschlossenen Feeder SF-210 wird wie folgt gestartet.


Im Menü "Scanner" klicken Sie auf den Eintrag "Diamagazin...".
Im neuen Fenster geben Sie die Anzahl der zu scannenden Dias ein. 
Nach einem Klcik auf "Scannen" öffnet sich ein weiteres Fenster
Geben Sie hier bei "Dateibenennung" einen sprechenden Namen ein.
Weiter unten können Sie den Speicherort Ihrer Scans wählen.
Als Dateiformat empfiehlt es sich meist "JPG" in bester (ausgezeichneter) Qualität zu wählen. Dies ist ein guter Kompromiss zwischen Dateigrösse und Qualität.
Archivaufnahmen empfiehlt es sich im TIFF Format zu speichern. 

Tipps & Tricks

1. Kodachrome Filme:

Falls Sie viele Kodachrome Filme besitzen und einscannen wollen, sollten Sie im Menü Scanner-Filmsorte den Punkt "Kodachrome" auswählen.
Unter Umständen können sonst die Scans verwackelt oder flau wirken.

2. CS-Systems Diarahmen

Sehr verbreitet sind die Diarahmen CS-Systems. Sie sind auf der einen Vorderseite weiß und auf der Rückseite braun. Diese Rahmen wurden meist verwendet, wenn man den Diafilm gleich fertig gerahmt bestellt hatte.
Bei diesen Rahmen sollte man unbedingt die weiße Seite zum Einzugsschacht ausrichten und die braune Seite also zur Andruckplatte.


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