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Fotolexikon

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VERGÜTUNG:
An jeder Glas-Luft-Fläche eines Objektivs wird ein Teil des Lichtes zurückgeworfen,was einen Lichtverlust von 4 bis 8 Prozent bewirkt. Die an den Linsenflächen im Innern des Objektivs reflektierten Lichtstrahlen treffen auf andere Flächen, von denen sie mehrfach zurückgeworfen werden. Auf diese Weise entsteht Streulicht ("vagabundierendes" Licht, Falschlicht), das in die Bildebene gelangt und durch Schleierbildung die Kontrastwiedergabe reduziert Jede Reflexion oderTeilreflexion verschlechtert somit die Abbildungs-qualität und muss durch Vergütung reduziert werden. Die Vergütung, auch Entspiegelung genannt, kann aus einer Schicht oder aus mehreren Schichten be-stehen (Mehrschichtenvergütung, Multicoating).
Die Antireflexschichten aus Magnesiumfluorid oder anderen Leichtmetallfluoriden werden auf die Linsenoberflächen im Hochvakuum aufgedampft. Die Dicke einer Schicht muss genau ein Viertel der Wel-lenlänge des Lichtes messen, dessen Reflexion ausgeschaltet werden soll.
Mit einer Vergütungsschicht kann nämlich nur die Ref-lexion einer bestimmten Wellenlänge des Lichtes aus-geschaltet werden. Folglich liegt es nahe, für jede Wellenlänge des sichtbaren Lichtes je eine darauf abgestimmte Schicht aufzudampfen.

VERZEICHNUNG
Die Verzeichnung, auch als Distorsion oder Bildmaßstabsfehler bezeichnet, ist ein Abbildungs-fehler, der eine gekrümmte Wiedergabe gerader Linien verursacht. Diese Erscheinung ist eigentlich eine Störung der Bildgeometrie, die dadurch entsteht, dass ein Objekt nicht im gesamten Bildfeld im gleichen Abbildungsmaßstab abgebildet wird.
Die unterschiedlichen Abbildungsmaßstäbe sind darauf zurückzuführen, dass die Brennweite nicht für alle auftretenden Bildwinkel gleich ist (die Konstanz der Brennweite ist somit nicht gegeben). Die Ver-zeichnung wirkt sich rotationssymmetrisch zur op-tischen Achse aus, wobei der Effekt zum Bildrand hin stärker wird.
Die Form der Verzeichnung kann tonnen-, kissen- oder wellenförmig sein.

VERZERRUNG, PERSPEKTIVISCHE VERZERRUNG
Die Verzerrung ist kein Abbildungsfehler, sondern die übertriebene perspektivische Darstellung der Größen-verhältnisse. Sie wird dadurch erzeugt, dass die Licht-strahlen am Bildrand einen längeren Weg zurücklegen müssen als in der Bildmitte.
Zwei Faktoren beeinflussen die perspektivische Ver-zerrung: der Bildwinkel und die Aufnahmedistanz. je größer der Bildwinkel und je kürzer die Aufnahmedist-anz, desto größer die Verzerrung, weil die Randstrah-len steiler einfallen.
Runde Objekte werden elliptisch verzerrt, während rechteckige Objekte nach den Gesetzen der Zentral-perspektive "auseinander gezogen" werden. Das be-kannteste Beispiel für perspektivische Verzerrung sind die stürzenden Linien:
Senkrechte Linien verlaufen nicht parallel nach oben, sondern laufen nach den Gesetzen der Zentralpers-pektive in einem Fluchtpunkt zusammen ohne "gebo-gen" zu werden. Die perspektivische Verzerrung ist daher nicht mit der Verzeichnung zu verwechseln, die eine gekrümmte Wiedergabe gerader Linien bewirkt.

VERSCHIEBUNG (SHIFT):
sieheTilt&Shift-Objektive

VERSCHWENKUNG (TILT):
sieheTilt&ShiftObjektive, ScheimpflugGesetz <

VIGNETTIERUNG
Die Vignettierung verursacht eine im Bild mehr oder weniger sichtbare Abschattung und kann einen natür-lichen oder einen künstlichen Ursprung haben. Die natürliche Vignettierung ist durch optische Abbil-dungsgesetze bedingt und bewirkt einen Helligkeits-abfall zum Bildrand hin, der mit der vierten Potenz des Kosinus des Feldwinkels w zunimmt (Cos4w-Gesetz). Die künstliche Vignettierung wird hervorgerufen durch die Beschneidung des Strahlengangs an den Fas-sungsrändern und ist in der Regel größer als die natürliche.
In den Auswirkungen gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Arten der Vignettierung. Nicht nur extreme Weitwinkelobjektive, sondern auch Objektive mit großer Anfangsöffnung und Zooms sind davon betroffen.
Die Vignettierung ist vor allem bei hellen, gleich-mäßigen Motiven sichtbar und lässt sich durch Ab-blenden reduzieren.
Bei den meisten Objektiven ist ab Blende 5,6 oder 8 kein Helligkeitsabfall mehr sichtbar.

Verzeichnung
Abbildungsfehler bei Objektiven. Tritt auf dem Bild entweder als tonnenförmige Verzerrung (hauptsächlich in Weitwinkel-Position) oder als kissenförmige/trapezförmige Verzerrung (hauptsächlich bei Tele-Position) auf.

VGA
Abk. für "Video Graphics Array". Bildauflösung von 640 x 480 Bildpunkten.

Videoausgang
Kameras mit Videoausgang eignen sich zur Präsentation seiner Bilder am Fernsehgerät. Verbinden Sie die Kamera einfach über ein Kabel mit Ihrem Videogerät, die Bilder sind dann im Großformat auf dem Bildschirm Ihres Fernsehers zu sehen. Ein weiterer Vorteil: Misslungene oder unscharfe Aufnahmen lassen sich leichter erkennen, als auf dem relativ kleinen LCD-Display und können sofort gelöscht werden.

Vorsatzlinse
Filter, Konverter, Nahlinse der/die vorne an einem Objektiv befestigt (aufgeschraubt bzw. angeklemmt) wird.

VR
Abk. für "Vibration Reduction ", Verwacklungsreduzierung, Bildstabilisator.Meist die Bezeichnung bei Nikon Kameras und Objektiven.


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