Perspektive und Tiefenschärfe

Die räumliche Tiefe lässt sich mit einem Foto oft schwer darstellen.
Welche Mittel hat der Fotograf um eine Perspektive zu erzeugen?

In erster Linie hängt dies von der Wahl des Objektivs bzw. der Brennweite ab und von der Tiefenschärfe.

Ein Teleobjektiv mit 200mm Brennweit lässt nur wenig Spielraum um eine räumliche Tiefe zu erzeugen. Mit Telebrennweiten rückt das Motiv an den Fotograf heran. Der Bildausschniit wird kleiner. alles wirkt dichter und enger.

Das Weitwinkel Objektiv ist viel besser geeignet um Perspektive zu zeigen und Räumen Tiefe zu geben.
Wichtig hierbei ist immer die Kameraposition und auch die Wahl des Vordergrundes.

Blenden-Wahl:

Egal ob Weitwinkel oder Teleobjeitv. Mittbestimmend wie das Foto später wirkt ist die gewählte Blende.
Die Blende bestimmt die Tiefenschärfe.
Welche Blende eingestellt werden kann, hängt vom Kameramodell ab.
Eine kleine Blende wie 2,8 (Blende weit offen) bringt eine geringe Tiefenschärfe. Eine hohe Blende wie z.b. 20 (Blende weit geschlossen) wirkt sich in hoher Tiefenschärfe mit scharfen Fotos von Vordergrund bis zum Hintergrund aus.

Gerade auch bei Makroaufnahmen bzw. Teleaufnahmen muss man mit der Wahl der Blende acht geben. Bei Makros erreicht man zusätzliche Schärfe, indem man abblendet (z.b. Blende 22, hohe Blendenzahl. Allerdings wird dann auch meist der Hintergrund sehr scharf und klar abgebildet. Bei Makros möchte man oft, den Hintergrund leicht verschwommen und das Hauptmotiv scharf.
Eine kleinere Blendenzahl ist dann vorteilhaft.
Auch bei Teleaufnahmen möchte man oft das der Hintergrund garnicht so scharf und deutlich herrauskommt. Gut ist oft, wenn man gerade noch den Hintergrund erkennen kann, das Hauptmotiv aber scharf ist.


Beispiel aus der Praxis:

Betrachten Sie folgende Fotos und vor allem den Hintergrund.


Diese Aufnahme entstand mit einer Telebrennweite von ca. 400mm. Hier wurde eine hohe Blendenzahl (16) gewählt. Dadurch ergibt sich eine höhere Tiefenschärfe was man am Wasser im Hintergrund deutlich erkennen kann.  Gleiche Position und gleiche Brennweite. Jetzt wurde jedoch aufgeblendet und ein kleinere Blendenzahl (7) eingestellt. Fokusiert und scharfgestellt wurde bei beiden Aufnahmen der mossbewachsene Stein. Wegen der geringeren Tiefenschärfe wird bei diesem Foto das Wasser eher verschwommen und unscharf abgebildet. 

Hinweis:

Die Tiefenschärfe und der CCD

Rein theoretisch wird die Tiefenschärfe ausschließlich von von der eingestellten Brennweite und Blende bestimmt.
Es gibt hier jedoch einen deutlichen Unterschied zwischen der analogen und digitalen Fotografie.
Wie bereits im Kapitel Grundlagen erwähnt, ist der Bildsensor sehr viel kleiner als ein Kleinbildfilm.
Das Bild das auf dieser kleineren Fläche abgebildet wird, erscheint daher viel schärfer. Vorteilhaft ist dies, wenn Sie eh auf eine grosse Tiefenschärfe Wert legen. Schwieriger wird es hingegen im umgekehrten Fall. Hier hilft oft nur die Wahl einer sehr kleinen Blendenzahl (z.b. 2,8)


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