Jeder Fotograf, besonders Anfänger, hatten bestimmt schon einmal falsch belichtete Bilder. Entweder ist das ganze Bild überbelichtet oder zu dunkel gewesen.
Oft kommt man in schwierige Belichtungssituationen wie etwa Gegenlicht oder grelles Sonnenlicht und viele Schattenpartien. Was tun um ein gleichmäßig ausbelichtets Bild zu bekommen?
Der eingebaute Belichtungsmesser stösst dabei oft an die Grenzen.
Anhand praktischer Beispiele soll hier vermittelt werden, wie sich Blende und Zeit auf die Belichtung und somit auf das Bild auswirkt.
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Hier ist folgende Situation: Heller kräftiger Himmel vor dunkler Mauer
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Dies ist die Ausgangssituation so wie die Kamera belichten würde. Der Himmel ist zwar kräftig, dafür kommt die Mauer zu dunkel heraus. Zeitautomatik, Blende 8, 1/250 sec
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Dieses Bild wurde jetzt manuell belichtet. Es wurde eine Zeitstufe länger belichtet. Die Blende blieb dabei unverändert. Blende 8, 1/125sec.
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Auch hier wieder eine manuelle Belichtung. Wieder um eine Zeitstufe länger belichtet. Blende 8, 1/60sec. Man sieht deutlich wie die Zeichnung der Mauer, also die Schattenpartien besser herauskommen. Im Gegensatz wird natürlich auch der Himmel etwas blasser.
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Überlegen Sie bei schwierigen Lichtsituationen zuerst, was vom Motiv für Sie wichtig ist. Gibt es einen Schwerpunkt der besonders herausgestellt werden soll? Im Beispiel oben: Soll die Mauer den Mittelpunkt bilden, oderlegen Sie Wert auf einen kräftigen, blauen Himmel.
Messen Sie mit Ihrer Kamera die hellen Stellen im Bild, also etwa der Himmel oder den Schnee. Merken Sie sich die Zeit. Danach messen Sie die dunklen Stellen. Im Beispiel oben etwa die Mauer. Notieren oder merken Sie sich auch hier die Zeit. Bilden Sie dann aus den ermittelten Werten, einen Mittelwert. Falls Ihre Kamera einen Spot- Belichtungsmesser hat, empfehle ich diesen dafür zu verwenden.
Beispiel:
Die Messung auf den Himmel, ergibt bei Blende 8, eine Zeit von 1/250 sec. Die Messung auf die Mauer, ergibt einen wert von 1/60 sec. Stelllen Sie dann an der Kamera z.b. die Zeit 1/125 sec. manuell ein.
Es ist im Prinzip egal, ob Sie die Blende beibehalten und die Zeit verändern, oder ob Sie immer die gleiche Zeit einstellen und dafür die Blende jeweils um eine Stufe verändern.
Weitere Möglichkeit:
Verändern Sie bei der Kamera die +/- Korrektur. Lassen Sie also die Blende und Zeit immer gleich und verändern Sie lediglich die +/- Korrekturstufen. Dabei bedeutet z.b. +1 eine um eine Stufe längere Belichtungszeit.
Generell empfehle ich bei schwierigen Lichtsituationen immer mehrere Belichtungsreihen zu machen.
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