Tiefen und Lichter korrigieren

Tiefen und Lichter verbessern

Jeder kennt vermutlich diese Situation:
Da möchte man ein Objekt bei starkem Gegenlicht oder Sonneneinstrahlung aufnehmen.
Oder man fotografiert in einer engen, dunklen Schlucht einen Wasserfall. In beiden Fällen kann es vorkommen das die Bilder zu dunkel werden oder bestimmte Stellen im Bild keine Zeichnung mehr haben.
Zu dunkle Tiefen oder zu helle Lichter sind immer wieder ein Problem in der Fotografie. Mit älteren Photoshopversionen diese Schwachstellen auszugleichen war immer ein Problem. Zumindest mußte man viele Schritte durchführen, um an das gewünschte Ziel zu kommen.

Mit Photoshop CS 2 wird dieses Problem mit wenigen Klicks gelöst.
Als Demobeispiel dienen uns wieder zwei Foto aus der Praxis.


Auf der ersten Aufnahme ist ein Eisenbahn Viadukt zu sehen. Der Aufnahmestandpunkt war ganz unten. Die Kamera zeigte gegen den Himmel. Da keine Belichtungskorrektur erfolgte, wurde der Belichtungsmesser der Kamera wegen dem hellen Himmel (obwohl es Wolken gab) irritiert. Die Folge: Ein unterbelichtetes Foto bzw. die Viadukt Pfeiiler sind zu dunkel. 
Die Korrektur ist recht einfach: Gehen Sie in Photoshop CS2 auf das Menü "Bild=>Anpassen=>Tiefen/Lichter". Es wird eine Standardeinstellung geladen. Die Werte beim Tiefenregler stehen auf 50%. 
Meist sind die Ergebnisse schon in dieser Standardeinstellung recht sehenswert. Auf dem Foto rechts sieht man deutlich das die Struktur der Viadukt Pfeiler viel besser zum Vorschein kommen. 
Oft ist die vorgegebene Standardeinstellung nicht ausreichend bzw. sie macht das Bild zu hell und ausgewaschen. Verändern Sie daher den Tiefenregler mehr nach links (weniger Prozent) um das Bild wieder etwas dunkler zu machen. Zudem kann man auch den Regler für die Lichter nach rechts verändern. Dadurch werden die hellen Stellen im Bild abgedunkelt.
Im Beispiel wurden die Werte auf 35% gesetzt.  
Dieses Foto zeigt nun das Ergebnis mit den Werten oben. (35%). Der Himmel ist durch die Veränderung des Lichtenreglers etwas dunkler geworden. Die Pfeiler sind nicht mehr ganz so hell wie im ersten Versuch. Die Stein Struktur ist jedoch immer noch gut zu erkennen. 
Die zweite Aufnahme zeigt einen Bachlauf in einer dunklen Schlucht. Durch das fehlende Sonnenlicht ist die Aufnahme viel zu dunkel. Das alte Steingebäude ist kaum zu erkennen. 
Der erste Versuch bzw. die erste Kontrolle der Bildbearbeitung sollte immer die Ansicht der Tonwertkurve (Histogramm) sein. Im Beispiel sieht man deutlich das der rechte dunklere Teil viel zu sehr abgeschnitten ist. Der Regler wird also bis zum Beginn des rechten "Ausläufers" gezogen. 
Am Ergebnis der obigen Tonwertkorrektur sieht man deutlich das sich das Foto aufgehellt hat. Die Struktur der Felsen und des Steinhauses ist jedoch immer noch schlecht zu erkennen. Es fehlt an Zeichung. 
Im Beispiel rechts wurde wieder das Menü "Tiefen/Lichter" aufgerufen. Es wurde nur der Tiefenregler auf 35% eingestellt. Der Lichter Regler wurde belassen. 
Im Ergebnis sieht man nun einen deutlichen Unterschied zum Beispiel oben. Die Felsen und Steine sind nun viel besser zu erkennen. 

Man sieht also: Eine Korrektur von unterbelichteten (überbelichteten) Aufnahmen ist mit dem Werkzeug Tiefen/Lichter ein Kinderspiel geworden.

Beachten Sie bitte das es nicht empfehlenswert ist, zuerst die Kontraste eines Fotos mit dem Werkzeug Gradationskurven zu verstärken und anschließend wieder das Werkzeug Tiefen/Lichter zu verwenden.


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