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Fotolexikon

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ABBILDUNGSFEHLER
Die Abbildungsfehler werden in der Fachsprache auch als Aberrationen bezeichnet. Sie lassen sich in monochromatische und in chromatische Aberrationen einteilen, genauer in Abbildungsfehler, die bei monochromatischem Licht, und in Abbildungsfehler, die bei farbigem Licht entstehen. Bei den monochromatischen Abbildungsfehlern unterscheidet man zwischen Bildschärfefehler und Bildmaßstabsfehler. Die wichtigsten Bildschärfefehler sind Öffnungsfehler (sphärische Aberration), Asymmetriefehler, Punktlosigkeit (Astigmatismus) und die Bildfeldwölbung. Die Bildmaßstabsfehler sind Verzeichnungs-fehler. Die Farbfehler oder chromatische Aberrationen lassen sich in Farblängsfehler und in Farbquerfehler klassifizieren. Die monochromatischen Abbildungs-fehler sind auf bestimmte geometrischen Bedingungen im praxialen (achsennahen) Gebiet zurückzufüh-ren. Die Ursache für Farbfehler ist in der Dispersion zu suchen, das heißt; in der Veränderung der Brechzahl mit der Wellenlänge des einfallenden Lichts.

ABBILDUNGSMASSSTAB
Der Abbildungsmaßstab bezeichnet das Verhältnis zwischen Bildgröße und Objektgröße und ist abhängig von der Brennweite und der Aufnahmeentfernung. Er bestimmt auch die Schärfentiefe und die Beugung mit. Ein Abbildungsmaßstab von 1:1 entspricht der Abbildung in natürlicher Größe, 1:2 der halben natürlichen Größe und 2:1 der doppelten natürlichen Größe.

ABBLENDEN
Unter Abblenden versteht man das Schließen der Blende auf einen vorgewählten Wert (siehe Arbeits-blende). Durch Abblenden lässt sich die Abbildungs-leistung des Objektivs steigern oder verschlechtern (siehe kritische Blende, Beugung). Mit einer Ab-blendtaste kann auch vor der Aufnahme abgeblendet werden, was eine visuelle Überprüfung der Schärfen-tiefe im Sucher ermöglicht.

ACHROMAT, CHROMATISCHE ABERRATION
Das sichtbare Licht, das in der bildmäßigen Foto-grafie alsTräger der Bildinformationen wirksam ist, besteht, vereinfacht ausgedrückt, aus den additiven Grundfarben Rot, Blau und Grün. Beim Durchgang durch ein anderes Medium, beispielsweise eine Linse oder ein optisches System, wird das weiße Licht in seine Grundfarben zerlegt. Kurzwellige blaue Strahlen werden stärker gebrochen als mittelwellige grüne und als langwellige rote Strahlen. Das führt zur chromatischen Aberration, bei der die drei Grund-farben in drei verschieden Ebenen scharf abgebildet werden. Das erzeugt einen Farbsaum und somit eine unscharfe Abbildung in der Bildebene. Die Abbildun-gen der drei Grundfarben weichen sowohl durch ihre Lage auf der optischen Achse als auch durch ihre Abbildungsgröße in der Bildebene voneinander ab. Folglich unterscheidet man bei der chromatischen Aberration zwischen einem Farblängsfehler und einem Farbquerfehler. Die meisten Objektive sind achromatisch korrigiert, so dass zwei Grundfarben in einer Bildebene fokussiert werden. Ein solches op-tisches System nennt man Achromat.

APO, APOCHROMAT,APOCHROM. KORREKTION
Der Achromat ist nicht frei von Farbfehlern, weil die dritte Farbe in einer anderen Ebene abgebildet wird. Es verbleibt ein restlicher Farblängsfehler, der als sekundäres Spektrum bezeichnet wird. Die Achro-masie (oder der Achromatismus), das heißt das Freisein von Farbfehlern, ist somit nur für zwei Grundfarben gegeben. Damit eine weitgehende oder sogar vollkommene Achromasie erreicht wird, muss das sekundäre Spektrum korrigiert werden, so dass die Brennpunkte der drei Grundfarben in eine einzige Bildebene fallen. Die chromatische Aberration be-ziehungsweise das sekundäre Spektrum nimmt mit der Brennweite zu, so dass die Korrektion vor allem bei Teleobjektiven nur mit einem sehr hohen Aufwand unter Einsatz teurer Spezialgläser zu realisieren ist. Ein Objektiv, das für alle drei Grundfarben korrigiert ist, wird als Apochromat bezeichnet (Abkürzung APO). Die Zusatzbezeichnung APO hat eine hohe Suggestionskraft und lässt ein Objektiv mit besonders guten Abbildungseigenschaften erwarten. Der Begriff Apochromat ist jedoch nicht normiert und sei-ne Verwendung der Selbstdisziplin der Hersteller überlassen.

ASPHÄREN, ASPH., ASPHÄRISCHE LINSEN
Die asphärischen Linsen weisen mehrere Krümmungsradien auf, so dass die Randstrahlen und die Strahlen die nahe an der Achse liegen, einen gemeinsamen Brennpunkt haben.
Sie werden für aufwändige optische Korrekturen eingesetzt und können durch neue Fertigungsverfahren mittlerweile auch in großen Stückzahlen produziert werden. Mit dem Begriff Asphäre wird eine besondere optische Qualität suggeriert, so dass immer mehr Objektive das Kürzel Asph. im Na-men tragen. In Wirklichkeit werden Asphären vor allem eingesetzt, um die Verschlechterung der Abbildungsleistung durch eine kompakte Bauweise einigermaßen auszugleichen.

AUFLÖSUNGSVERMÖGEN
Das Auflösungsvermögen ist die Fähigkeit eines Objektivs, feinste und dicht beieinander liegende Details des Fotomotivs aufzulösen und getrennt wiederzugeben. Das Auflösungsvermögen wird in Linienpaaren pro Millimeter (Lp/mm) oder in Gitterperioden pro Millimeter (Per/mm) ausgedrückt.

A/D-Konverter
Abkürzung für einen Analog-zu-Digital-Konverter. Es handelt sich um einen elektronischen Baustein, der eine elektrische Spannung in ein digitales bzw. binäres Signal umwandelt.

ABBLENDEN
Schliessen der Blende um eine oder mehrere Stufen. Dabei wird die Öffnung der Blende verkleinert und die Lichtmenge reduziert.

Additive Farbmischung
Bezeichnet ein Farbdarstellungssystem, das auf der Addition der drei Primärfarben Rot, Grün und Blau basiert. Fernseh- und Computermonitorbilder werden beispielsweise gemäß den Prinzipien der additiven Farbmischung erzeugt.

AE
Abkürkung für Automatic Exposure. Gemeint ist die Belichtungsautomatik.

AEB
Abkürzung für Auto Exposure Bracketing. Gemeint sind Belichtungsreihen, also mehrere Aufnahmen vom gleichen Motiv in unterschiedlicher Belichtung.

AF
Abkürzung für den Autofokus einer Kamera

AF-Messfeld
Punkt bzw. Bereich auf dem das Autofocus-System einer Kamera die Schärfe misst bzw. einstellt. Bei hochwertigen Kameras gibt es

AKKU
Kurzform von "Akkumulator"; wiederaufladbare Batterie, die nach der Entladung mit einem Ladegerät wieder aufgeladen werden kann. Die gebräuchlichsten Akkutypen sind Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd), Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) und Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po).

ALIASING
Treppenstufenförmige Erscheinung an diagonalen Oberkanten von Pixelgrafiken bzw. -bildern bei der Darstellung auf Monitoren oder bei der Ausgabe auf einem Drucker. Kann durch Kantenglättung (Anti-Aliasing) softwaremässig gelindert werden. Hierbei werden die Kontrastwerte der benachbarten Pixel neu berechnet und einander angeglichen.

APS
Abkürzung für "Advanced Photo System"; 1996 eingeführtes Kamera- bzw. Filmsystem mit dem Ziel, die Handhabung der Kameras zu vereinfachen und das Kleindbild-Format kurz- bis mittelfristig abzulösen. Kernstück des APS-Systemes ist der APS-Film. Dieser ist kleiner (was die Konstruktion kleinerer Kameras erlauben sollte), schließt das Negativ staub- und kratzfest permanent in der Patrone ein und erlaubt drei Aufnahmeformate (C für Classic: 17 x 25,5 mm; H für HDTV: 17 x 30 mm; P für Panorama: 12 x 30 mm). Das APS-Filmsystem besitzt noch andere Eigenschaften, konnte sich aber u. a. aufgrund der im Vergleich zum Kleinbildfilm mäßigen Bildqualität, der geringen Unterstützung von den Fachlaboren und der – am Anfang – verhältnismässig hohen Preise (Kameras, Filme, Entwicklungskosten) bis dato nie so richtig auf dem Markt durchsetzen.


AUFLÖSUNG
Maß für die Detailgenauigkeit (Rasterpunkte pro Zoll bzw. Zentimeter), die ein Gerät aufzeichnen oder wiedergeben kann. Bei einem Monitor oder Drucker informiert die Auflösung darüber, wieviele Pixel dargestellt bzw. gedruckt werden können. Bei Eingabegeräten (Digitalkameras oder Scannern) bestimmt die Auflösung, wieviele Pixel erfasst werden können. Die Angabe erfolgt in dpi (dots per inch = Bildpunkte pro Zoll; 1 Zoll entspricht 2,54 cm), in Anzahl der horizontalen und vertikalen Bildpunkte (z. B. 1.712 x 1.368 oder 1.280 x 1.024) bzw. in Ipmm (Linienpaare pro Millimeter = maximal darstellbare Anzahl dünner schwarzer und weißer Linien pro Millimeter). Ein guter Kleinbildfilm hat beispielsweise eine Auflösung von ca. 150 Ipmm. 300 dpi entsprechen umgerechnet etwa 118 Bildpunkten pro Zentimeter. Im allgemeinen kann gesagt werden: Je höher die Auflösung, desto besser ist die Bildqualität.


AUSLÖSEVERZÖGERUNG
Zeitspanne, die zwischen dem vollendeten Niederdrücken des Auslösers und der eigentlichen Aufnahme vergeht. Der bei halb niedergedrücktem Auslöser gestartete automatische Fokussiervorgang (Autofokus) wird üblicherweise nicht berücksichtigt und getrennt angegeben.


AUTOFOKUS
Automatische Scharfeinstellung. Man unterscheidet zwischen aktivem und passivem Autofokus. Beim aktiven Autofokus wird zur Ermittlung der Distanz ein gebündelter Lichtstrahl (meistens Infrarot) oder Ultraschall-Wellen (sog. Sonar-Autofokus) ausgesendet; eine präzise Scharfeinstellung erfolgt deshalb nur innerhalb der Reichweite des Lichtstrahles. Ein aktiver Autofokus erkennt auch keine durchsichtigen bzw. durchleuchtenden Hindernisse (z. B. Fensterscheiben) und stellt folglich auf der Hindernis-Ebene scharf. Deshalb werden bei hochwertigeren Kameras entweder hybride (aktiv + passiv) oder ausschließlich passive AF-Systeme eingesetzt. Bei passiven AF-Systemen erfolgt die Scharfeinstellung nach dem Prinzip des Kontrastvergleiches oder der optischen Phasendifferenz.


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