Lomografie
Digitalfotografie Digitale Fotografie

Als ich vor einigen Jahren mit dieser Homepage begann, war die Digitalfotografie erst in den Anfängen.
Die Mehrheit der Hobbyfotografen fotografierte noch mit Analogkameras und Filmmaterial.

Heute im Jahre 2007 sieht das ganz anders aus.
Fast werden die Fotografen belächelt oder auch bewundert, die noch mit einer Analogkamera arbeiten.

Es hat sich ja aber auch einiges getan im digitalen Bereich. Die Qualität der Kameras und vor allem der Aufnahmen sind doch erheblich besser geworden.
Dank höherer Pixelanzahl können hochwertige Ausdrucke gefertigt werden.

Was jedoch nicht vergessen werden darf:
Wer wirklich gute Aufnahmen machen möchte, sollte sich auch mit den Grundlagen der Fotografie vertraut machen.
Dies gilt bei der digitalen Fotografie fast mehr, als bei der Analogfotografie da hier noch viele weitere Faktoren mitspielen.
So sollte man sich auch am Computer etwas auskennen und ein gewisses Technik- Verständnis mitbringen.

Immer wieder werde ich gefragt "Soll ich mir eine Digitalkamera kaufen?"
Dann antworte ich meist: "Nur wenn du auch bereit bist ein wenig dich mit der Kamera zu beschäftigen und auch gern am Computer arbeitest"
Natürlich ist dies nicht zwingend notwendig. Man hat jedoch dann die Möglichkeit seine Fotos am Computer noch besser zu machen.
Man kann Bilder bearbeiten, ins Internet stellen oder auch Diashows anfertigen die man dann am Fernseher anschauen kann.

Es folgt eine Auflistung der Vor- und Nachteile der digitalen Fotografie

Vorteile der digialten Fotografie

Kostengünstig: Erheblich weniger laufende Kosten als z.b. die analoge Diafotografie. Film- Entwicklungskosten entfallen. Filmmaterial fällt weg.
Bei der digitalen Fotografie kann man gleich während der Aufnahme oder den Bildausschnitt und das Gesamtbild kontrollieren. Unterbelichtete, überbelichtete oder unscharfe Aufnahmen kann man so gleich wieder löschen.
Am heimischen Computer können die Digitalfotos sofort angeschaut und verarbeitet werden. Man muß nicht mehr 1-2 Wochen auf die Filmentwicklung warten.
Durch das digitale Medium sind neue Wege zur Veröffentlichung der Fotos offen. So kann man problemlos seine Aufnahmen im Internet zeigen oder am eigenen Farbdrucker ausdrucken.
Mit der digitalen Bildbearbeitung am PC ist eine problemlose Optimierung und Bearbeitung der Fotos möglich. Dies war früher nur im eigenen Fotolabor und mit viel Aufwand machbar.
Nahezu alle Digitalkameras passen sich optimal an die bestehenden Lichtverhältnisse an. So kann man bei schlechtem Licht oder Dämmerung einfach den ISO Wert erhöhen. Früher musste man dafür extra einen neuen hochempfindlichen Film einlegen.
Ähnliches gilt für die Farbtemperatur und dem Weißabgleich. Filmmaterial bzw. Sensoren reagieren unterschiedlich auf Lichtquellen wie Neonröhren, Halogenstrahler oder Glühbirnen. Mit einer Digitalkamera kann man problemlos einen anderen Weißabgleich einstellen. Bei der Analogfotografie waren Filter oder entsprechende Filme notwendig.
Bei Digitalkameras kann man oft auch Videoaufnahmen machen oder Bilder vertonen.
Viele moderne Digitalkameras haben Merfachzoom Objektive eingebaut. Man kann dadurch bequem zwischen Weitwinkel und Telebrennweite zoomen. Früher mußten dafür immer mehrere Objektive mitgeschleppt werden.
Moderne Kameras und Objektive haben sogar einen Bildstabilisator für verwacklungsfreie Aufnahmen eingebaut. Dies war früher nur bei sehr teuren Hochleistungsoptiken verfügbar.
Makroaufnahmen sind meist in erstaunlich guter Qualität und mit hohem Abbildungsfaktor möglich.
Auf eine Speicherkarte wie Compact Flash oder SD passen je nach Größe mehrere Hundert Aufnahmen. Einen Film mußte man nach 36 Bildern wechseln.
Eine Digitalkamera kann meist direkt an den Fernseher angeschlossen werden. Man kann dadurch die Bilder sofort anschauen.


Nachteile der digitalen Fotografie

Bei Kameras im mittleren Preissegment, also die Kameras die die breite Masse besitzt, ist die Bildqualität im Vergleich zum Diapositiv noch lange nicht erreicht und meist bedeutend schlechter.
Bei digitalen Spiegelreflexkameres tritt durch die kleinere Sensorgröße meist ein Umrechnungsfaktor für die Objektive ein. Dadurch wird aus einer Anfangsbrennweite von 28mm nahezu eine Standdardbrennweite von 42mm.
Die Akkulaufzeit ist meist erheblich schlechter im Vergleich zu Analogkameras. Früher mußte die Batterie meist nur den Belichtungsmesser versorgen. Die heutigen Akkus erledigen hingegen den Autofokus, die Anzeige auf dem Display, die Bildspeicherung und vieles mehr.
Durch immer höhere Pixelanzahl auf kleinen Bildsensoren und durch Erwärmung der Sensoren tritt oft unangenehmes Bildrauschen auf. Das Bild wirkt dadurch grobkörnig und unscharf.
CCD Sensoren bei digitalen Spiegelreflexkameras verstauben oft schnell. Die Kamera bzw. der Sensor muß daher ab und zu gereinigt werden.
Schwarz-Weiss Aufnahmen sind im Vergleich zu einem speziellen Schwarzweißfilm meist flauer und kontrastärmer.
Digitalkameras haben meist eine deutliche Auslöseverzögerung. Sie sind daher oft nicht für Schnappschüsse oder Sportaufnahmen geeignet. Im Vergleich zu den Anfängen der Digitalfotografie und bei digitalen Spiegelreflexkameras ist die Auslöseverzögerung heute jedoch wesentlich besser geworden.
Ein gewisses digitales und technisches Verständnis sollte beim Fotografen vorhanden sein.
Reparaturen an Kameras meist nicht möglich. (Ausnahme digitale SLR)
Starker Preisverfall der Kameras und schnelle Produktzyklen.
Die meisten Digitalkameras haben keinen optischen Sucher mehr. Bei Sonne ist das Display oft schlecht ablesbar.
Externe Blitzgeräte sind oft nicht zu befestigen. Der interne Blitz hat meist nur geringe Reichweite.
Sehr unterschiedliche Bildformate und Standards an Speichermedien, Hard- und Software und Datenformaten.
Unter Umständen länger Einarbeitungszeit in die Digitalfotografie. Früher genügte das man sich mit der Kamera gut auskennt. Heute kommen zusätzliche Themen wie Bildbearbeitung und Computerarbeit zum tragen.
Analogkameras und frühere Objektive waren meist wesentlich robuster.


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