Bevor hier genauer auf die Ursache des Bildrauschens eingegangen wird, muß ein weiterer Begriff geklärt werden, der eng damit zusammenhängt. Es geht um die ISO Einstellung.
All diejenigen die von der analogen Fotografie kommen, wissen was dies ist. Die ISO- oder auch ASA- Zahl ist auf jeder Filmpackung aufgedruckt. Die ISO Zahl gibt die Lichtempfindlichkeit des Filmes an. Hoch empfindliche Filme, etwa mit 400 ASA oder 800 ASA bieten kürzere Verschlusszeiten bzw. kleinere Blendeneinstellungen. Gängige Werte sind 50, 100, 200, 400 und 800 ASA. Jeder Schritt bedeutet eine Verdoppelung bzw. Halbierung der Empfindlichkeit. Ein Film mit 100 ASA ist also doppelt so empfindlich wie ein Film mit 50 ASA.
Beispiel:
Ein Film mit 100 ASA (ISO) kann bei schwachem Licht ein Motiv mit Blende 8 und 1/60 sec. belichten. Ein empfindlicherer Film mit 400 ASA kann bei Blende 8 mit 1/250 sec. belichten.
Bei der digitalen Fotografie taucht der Begriff ISO kaum noch auf. Vielen Kamerabesitzern ist garnicht bewusst, dass die meisten Kameramodelle eine Einstellung der ISO Zahl zulassen. Die Standardeinstellung ist meist "automatisch".
Anders als bei der analogen Fotografie, wo das Flimmaterial oder die Chemische Entwicklung die Belichtung beeinflussen, kann eine Digitalkamera rein elektronisch den Prozess beeinflussen. Im Prinzip wird der Bildsensor (CCD CHip) je nach ISO Einstellung mit einer unterschiedlichen Grundspannung versorgt. Bei einer höheren Grundspannung erwärmt sich der CCD Chip schneller. Dies kann zu Fehlfunktionen und zu einer Überempfindlichkeit der einzelnen Bildpunkte führen. Die Folge sind "verrauschte" Bilder.
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